Rezension Witches of deadly sins von Ava Reed

„Gemütliche Hexenstimmung, doch die romantische Dynamik trübt den Lesezauber.“
Worum geht es?
Wir sind Hexen.
Und wir beugen uns niemandem.
In exklusiver Hardcover-Ausstattung mit mehrfach veredeltem Wendeumschlag, tollen Illustrationen und exklusivem Farbschnitt in der ersten Auflage.
Nie wollte Sasha nach Amsterdam zurückkehren. Sie schätzt ihr Leben fernab von uralten Verschwörungen und dem hiesigen Hexenrat. Doch als sie eine erschütternde Nachricht erhält, bleibt ihr keine Wahl. Widerwillig schließt sie einen Deal: Ein Jahr lang hilft sie bei der fieberhaften Suche nach Pandoras Büchse – dafür erhält sie die Freiheit, ein unabhängiges Leben zu führen. Das mächtige Artefakt, das seit Jahrtausenden verschollen ist, birgt die Macht, das entfesselte Unheil der Welt zu bannen. Als Sasha mit ihren Nachforschungen beginnt, geschehen seltsame Dinge, und plötzlich steht auch noch ein Alchemist vor ihrer Tür, mit einer Anziehungskraft, der sich Sasha kaum entziehen kann. Er bietet an, ihr zu helfen. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen? Mehr noch: Kann sie sich selbst trauen?Der Start der einzigartigen slow burn Urban-Fantasy-Dilogie der Bestsellerautorin Ava Reed: eine unvergleichliche Welt, reich an Magie und Hexen. Die Kombination aus griechischer Mythologie und moderner Fantasy im heutigen Amsterdam macht diese Geschichte unwiderstehlich!
Quelle: Amazon.de
Meine Meinung
Ava Reed schafft mit Witches of Deadly Sins einen angenehmen, einladenden Einstieg in eine magische Welt, perfekt für LeserInnen, die cozy Fantasy und entspannte, stimmungsvolle Geschichten mögen. Die Atmosphäre wirkt warm und gemütlich, die Beschreibungen laden zu ruhigen Leseabenden ein.
Allerdings bleiben die Figuren anfangs etwas schwammig; sie gewinnen erst langsam an Tiefe, was zwar in vielen Reihen üblich ist, hier aber merklich zur gemächlichen Erzählgeschwindigkeit beiträgt. Insgesamt entwickelt sich die Handlung eher langsam, Spannungsspitzen fehlen, sodass die Story oft vor sich hinplätschert statt mitzureißen. Die Protagonistin gerät immer wieder in einen Konflikt mit ihrer Großmutter. Das war das ein oder andere mal ein wenig zu viel. Klar sollte hier die Distanz und Disput zwischen den beiden klargestellt werden, aber für mich war das ein wenig to much.
Ein zentraler Kritikpunkt ist die romantische/romantisierende Dynamik. Ein Protagonist wird offenbar als „nicht gut genug, oder nicht interessant genug“ empfunden. Seine hartnäckigen Werbungsversuche erzeugen bei der Hauptprotagonistin Unbehagen. Der andere männliche Charakter geht deutlich weiter: er taucht ständig auf, beobachtet und verfolgt sie. Dieses Verhalten wird dadurch verharmlost, dass er als attraktiv und anziehend dargestellt wird. Diese Logik hat für mich nicht funktioniert; Attraktivität darf nicht übergriffiges Verhalten rechtfertigen. Hier hätte ich mir entweder klare Grenzen, Konsequenzen oder mehr Widerstand der Protagonistin gewünscht, damit die Beziehungskonstellationen glaubwürdiger und verantwortungsbewusster wirken. Leider funktionieren die meisten neuen Romantasy Storys aber nicht mehr anders.
Für wen ist das Buch geeignet? Wer gemütliche, langsame Fantasy mit Wohlfühlatmosphäre sucht, wird sich gut unterhalten fühlen. LeserInnen, die realistischere Beziehungsmuster, stärkere Spannung oder klarere moralische Linien erwarten, könnten enttäuscht sein. Insgesamt ein solides, sympathisches Buch mit spürbaren Schwächen, aber mit einer soliden Grundstory, die gerade am Ende auch wieder Lust auf den zweiten Band macht.

Von mir gibt es in Pandoras Büchse versiegelte 3 von 5 Delicious Sternchen.
Details
Seitenzahl: 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 24.09.2025
Titel: Witches of deadly sins
Verlag: Penguin Verlag
Hardcover: 24,00 €
eBook: 14,99 €




